So schön, so praktisch und so funktional die Apple-Gerätschaften sind, bei neueren Laptops ist es leider ganz schlecht mit der nachträglichen Erweiterbarkeit von Arbeitsspeicher, Festplattenkapazität usw. bestellt. Die Geräte sind, wie sie sind und bleiben das auch. Und da ein Macbook Pro ja nicht zu den billigsten Geräten auf dem Markt gehört, neigt man vielleicht dazu, eine Stufe „zu klein“ einzukaufen. Mir ist es jedenfalls so ergangen. Die Folge ist oft genug, dass nach Monaten oder wenigen Jahren klar wird, dass die 500 GB SSD-Festplattenspeicher eben doch nicht genug waren und dass der Aufpreis für 1 TB oder mehr im Nachhinein die bessere Entscheidung gewesen wäre.

Aber dafür ist es nun zu spät: anders als in der Vergangenheit, lässt sich die integrierte SSD nicht einfach ausbauen und durch ein größeres Modell ersetzen. Da steht man nun, der Plattenspeicher ist permanent am Limit, gleichzeitig hat man aber ein immer noch aktuelles und leistungsstarkes Gerät, das man eigentlich gar nicht ersetzen will. Was also tun?

Eine smarte Lösung habe ich nach langem Suchen jetzt doch endlich gefunden: Den MINIX Neo SD4 USB-C Multiport 480 GB SSD Speicher-Hub. Dieses Gerät dockt seitlich an die beiden USB-C-Anschlüsse des Macbook Pros an und bietet neben einem 480 GB SSD-Speicher zudem eine verbesserte Connectitvität des Books. Denn der Hub bietet nach außen wiederum einen Thunderbolt 3 / USB-C-Anschluss und einen „normalen“ USB 3.0 Stecker sowie einen HDMI-Ausgang. Damit lassen sich herkömmliche USB-Geräte adapterlos anschließen und auch der Kontakt zu einem Beamer oder externen Monitor ist schnell hergestellt. Selbstverständlich lässt sich das Macbook Pro damit auch laden.

Der eingebaute SSD Speicher verdoppelt in meinem Fall die Kapazität meines Gerätes und schafft so jede Menge Luft für Daten jeglicher Art. Zum Beispiel für RAW-Dateien, die nach einem langen Shooting-Tag bearbeitet werden wollen und für wesentliche Teile unserer Dropbox. Die Performance des Speichers geht für Datenoperationen in Ordnung, ist aber mit der eingebauten Apple-SSD nicht vergleichbar. In der Fotografie kein Thema, Videoleute sollten sich das aber genauer anschauen.

Das Dock passt sich optisch und physisch gut an das Laptop an, und ich werde es als dauerhafte Lösung etablieren. Also nicht jeweils im Bedarfsfall anstecken, sondern grundsätzlich angesteckt lassen. Hierfür ist es ratsam, die mechanische Stabilität der Verbindung zu erhöhen. Das kann man zum Beispiel tun, indem man das Dock von unten mit einem Stück Panzerband fixiert. Ich werde allerdings noch einen Schritt weitergehen, und die Kante zwischen Dock und Laptop-Gehäuse mit einer dünnen Schicht Silikonkleber versehen. Auf diese Weise entsteht eine starre Verbindung, die die Stecker nicht belasten und das Ganze noch mehr aus „einem Guss“ wirken lässt. Erprobt habe ich dieses Verfahren bereits bei dem Vorgänger, einem Dock von Networx, das in Sachen Connectivity sehr gute Dienste leistete, aber keinen eingebauten SSD-Speicher hatte und das deswegen jetzt ersetzt wird.

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Das Panzerband erhöht die Stabilität der Verbindung. Noch besser ist eine dünne Schicht Silikonkleber zwischen Hub und Macbook (lässt sich auch wieder entfernen).

Wünsche: Schön wäre es gewesen, wenn der Hersteller nicht nur zwei, sondern gleich vier USB-Anschlüsse nach außen geführt hätte und wenn zusätzlich noch ein SD-Kartenlesegerät integriert worden wäre. Auch eine höhere Performance der SSD würde natürlich nicht schaden. Ich vermute, diese Sparmaßnahmen dienten hauptsächlich dem Zweck, den Verkaufspreis einigermaßen niedrig zu halten, der mit 119 Euro brutto auch durchaus geldbeutelschonend ausgefallen ist.

Nichtsdestotrotz verfüge ich nun über eine praktikable Lösung für mein Speicherproblem, das sich gut integriert, flexibel genug ist und auch durchaus noch chic aussieht. Die Speicherkarten muss ich dann eben wieder via externem Lesegerät anschließen, aber da das ja immer nur kurze Aktionen sind, kann ich damit leben.

Meine Empfehlung auf einen Blick:

MINIX Neo SD4 USB-C Multiport 480 GB SSD Speicher-Hub
mit einem Thunderbold 3 und einem USB 3.0-Anschluss, dazu ein
HDMI – Ausgang und 480 GB SSD-Speicher.

Preis: 119 Euro, bezogen über Amazon (Aff.-Link!).

 

2 Kommentare
  1. Hartmut Schneider
    Hartmut Schneider sagte:

    Lieber Christian,
    danke für diese Tipps. Als Nutzer eines kleinen und älteren Macbook Air (im Übrigen Rechner auf Windows-Basis) kommen sie für mich allerdings nicht in Frage. Trotzdem habe ich das Bedürfnis, etwas dazu zu schreiben. Apple-Geräte bestechen zweifellos durch ihre Ästhetik und sind nicht zuletzt deshalb auch unter Berufsgruppen mit einem kreativen Gestaltungspotenzial verbreitet.
    Dass Apple seine Kundschaft bei fast allen Geräten derart bevormundet, insbesondere was Speicher und Konnektivität angeht, müsste eigentlich nach rationalen Kriterien zu einem Boykott und Absatzrückgang führen. Stattdessen das Gegenteil und Notlösungen, die einem unter ästhetischen Gesichtspunkten die Zehennägel hochbiegen. Mal sehen, was die Apple-Leute dazu sagen. ;.)

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    • christian
      christian sagte:

      Hallo Hartmut, sorry, dass ich erst jetzt antworte. Ja, ich wünsche mir auch mehr Flexibilität bei Apple und mehr Modularität, mehr Anschlüsse, Speicherupdate-Möglichkeiten usw. Möglich wäre das alles, wenn man es wollte. Trotzdem bleibe ich bei den Produkten, gar nicht mal so sehr wegen des Designs (inzwischen gibt es ja auch recht ansprechende Windows-Laptops), sondern vielmehr wegen der guten Integration von Hard- und Software und wegen des Betriebssystems. Manchmal hat Apple ja ein Einsehen und korrigiert Fehlentwicklungen. Mal schauen, was der Herbst bringt! Mein nächstes Laptop wird jedenfalls 2 TB Festplattenspeicher haben!

      VG, Christian

      Antworten

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