Als ich mich vor einigen Jahren entschlossen habe, eine Canon 1Dx als neue Hauptkamera zu erwerben, stand ich vor der Entscheidung: welche meiner beiden anderen Canons soll die Backup-Kamera werden? Zur Debatte standen die 1Ds II und die 1 Ds III. Damals habe ich mich zugunsten der 1Ds II entschieden und die Mark III verkauft.

Technisch und betriebswirtschaftlich sicherlich eine gute Entscheidung, denn die 1Dx hat mich nie im Stich gelassen und ein beginnendes Verschlussproblem wurde so rechtzeitig erkannt, dass die Kamera ohne Ausfall repariert werden konnte.

Vor ein paar Tagen habe ich einen größeren Job alleine fotografiert und – wie in solchen Fällen üblich – meine 1Ds II aus dem Geräteschrank genommen und eingepackt. Frischer Akku rein, Kamera einschalten – Plöng! – merkwürdiges Geräusch und „Error 99“. Das sieht nicht gut aus und ließ sich auch mit dem üblichen Trick „Akku raus, nochmal probieren“ nicht kurieren. Also ist eigentlich eine Reparatur fällig.

Hm. Wirklich? Schließlich liegt ja auch seit einigen Wochen eine brandneue und inzwischen bewährte Fujifilm X-Pro2 im Koffer, die ich derzeit sogar fast ausschließlich bei Produktionen nutze. Bisher in so einer Art sportlichen Herausforderung – eine Experience, ein Test: ist das aktuelle Spitzenmodell von Fujifilm reif für die Produktion? Meine bisherige Antwortet lautet „klar: Ja“.

Also habe ich mich gegen die Reparatur des alten Hündchens (oder gegen einen Ersatz) entschieden und meine Fujifilm X-Pro2 in einem feierlichen Akt zum „offiziellen Mitglied im Produktionsteam“ ernannt. Im Falle des Falles muss eine der beiden Kameras also die Produktion schmeißen, wenn die jeweils andere ausfallen sollte…. 🙂

Was hoffentlich auch weiterhin nicht geschieht.

Die beiden verstehen sich inzwischen übrigens ganz gut.