Neuer Blitzworkflow mit Fernbedienung

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Es ist schon interessant, wie Veränderungen in den Abläufen Kreise in ganz anderen Bereichen ziehen. Die Integration der Fujifilm X-Pro2 in meine fotografische Arbeit führte ja zu umfangreichen Basteleien, um unsere vorhandenen Blitzsysteme in die Arbeit sauber integrieren zu können. Das wiederum führt dazu, dass man sich mit der Technik, die man schon seit Jahren benutzt neu und anders auseinandersetzt und dabei auch auf Lösungen und Workflowerweiterungen stößt, die vielleicht schon seit Jahren verfügbar, von mir aber bisher schlicht nicht bemerkt worden sind.

So erging es mir mit unseren kleinen Handblitzen, von denen wir sehr viele im Sortiment haben. Zuerst habe ich herausgefunden, dass das Yongnuo Sender- und Empfangssystem in kritischen Situationen (zum Beispiel in Industriehallen, in denen sehr viel Stahl herumsteht) wesentlich besser funktioniert als die renommierten Pocket Wizards (die jedoch sonst einen durchaus anständigen Job machen). Und dann habe ich festgestellt, dass Yongnuo eine spannende kleine Fernbedienung für ihre Blitze im Sortiment hat, die unter 40 Euro kostet und dem Industriefotografen das Leben ganz schön erleichtern kann.

Das Gerät ist herstellertypisch klar und einfach in der Bedienung und funktioniert unter „normalen“ Bedingungen (draußen, in Wohnräumen, in Büros) ganz ausgezeichnet. Man kann praktisch alle Funktionen, vor allem aber Leistung und Fokus der Blitze, bequem am Steuergerät einstellen, was eine enorme Arbeitserleichterung sein kann, vor allem, wenn die Blitze auf hohen Stativen, an unzulänglichen Orten oder in nur fummelig zugänglichen Softboxen platziert wurden. Das Steuergerät Yongnuo YN560-TX ist konzipiert für die manuellen Blitze von Yongnuo und arbeitet sauber mit den Modellen YN560 IV und III zusammen, die eigene Empfänger haben.

Wie schlägt sich das Gerät in der Praxis? Am Mittwoch habe ich es erstmals in rauher Industrieumgebung eingesetzt: Große Halle, relativ große Distanzen von 5 bis 10 Metern von der Kamera, viel Eisen und Stahl im Umfeld. Die Bilanz: das Gerät hat funktioniert, soweit ich mich erinnern kann, ohne jeglichen Aussetzer. Das ist toll und macht Hoffnung für eine echte Arbeitserleichterung on location.

Beim Fotografieren habe ich allerdings auch festgestellt, dass die ganze Fernbedienerei überhaupt nichts nützt, wenn man nicht weiß, ob da gerade ein Blitz aus der Gruppe A, B oder C im Hochregal versteckt ist. Und wenn man erst da wieder hin muss, nur um festzustellen, dass es doch nicht der B-, sondern der C-Blitz ist, dann ist die ganze Arbeitserleichterung wieder zunichte gemacht.

Um hier keine Zeit zu verlieren, habe ich mir eine visuelle Markierung der Blitze überlegt. Siehe die bunten Klebebänder im Beitragsfoto. Falls der Blitz also noch sichtbar ist, kann man zumindest darüber schnell herausfinden, welche Kennung das Gerät hat. Oder man schaut bei den anderen sichtbaren Blitzen nach und stellt so fest, welcher gerade NICHT sichtbar ist…. Ob es das schon ist und ob die relativ dezente Markierung am Blitzfuß in der Praxis ausreicht, weiß ich noch nicht. Aber das wird sich in den nächsten Tagen schnell herausstellen.

Auch die Farbmarkierungen werde ich noch ändern: A – B – C sollen mal mehr Fotografen-like R – G – B werden (aber ich habe gestern auf die Schnelle kein knallgrünes Isolierband gefunden). Die Blitze mit der Kennung D – E – F werden dann Black – White – und ???? Hm, hier fehlt mir noch eine sinnige Farbe für den 6. Blitz…

Fazit: das kleine Gerät ist eine coole Ergänzung und wird aller Wahrscheinlichkeit unsere Arbeit sehr beflügeln. Ich freue mich drauf!

____________________Ein durchaus moralisches Angebot_________________________________

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Glasklar gesagt: Ich empfehle ausschließlich Dinge, die ich ausgiebig erprobt habe und selbst gerne und erfolgreich in der Praxis nutze –  und daher von ganzem Herzen empfehlen kann. Also: viel Freude damit! 🙂

 

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